Wieso prokrastinieren wir wirklich? – Erkenntnisse aus der Gehirnforschung

Frau Prokarstinieren

Faulheit oder doch Angst? Wieso prokrastinieren wir wirklich?

2018 wollte ein Forscherteam herausfinden, inwiefern sich die Gehirne von Menschen, die verstärkt zu Prokrastination neigen von den Menschen unterscheiden, die das nicht tun. Die Ergebnisse der Studie zeichneten ein klares Bild.

Wenn du oft mit Prokrastination zu kämpfen hast, dann werden dir diese Erkenntnisse die Augen öffnen. Zu verstehen warum du wirklich prokrastinierst, ermöglicht dir, das Problem an der Wurzel anzugehen und viel einfacher zu lösen. Lass uns keine Zeit verlieren und direkt einsteigen.

Übrigens gibt es diesen Artikel auch als Video. Das Video findest du am Ende dieser Seite.

Was passiert im Gehirn, wenn wir prokrastinieren?

Mit Gehirnscans entdeckten die Forscher ein höheres Volumen der Amygdala bei Menschen, die unliebsame Aufgaben gerne auf später verschieben.

Die Amygdala kannst du dir wie eine Alarmzentrale in unserem Gehirn vorstellen, die ständig unsere Umwelt nach potenziellen Bedrohungen abscannt. Droht uns eine Gefahr, wird die Amygdala aktiv und versetzt unseren Körper in Alarmbereitschaft. Rationales Denken, Analysieren & Möglichkeiten gegeneinander abwägen ist in diesem Zustand nicht mehr möglich.

Unser Körper hat die Wahl: Kampf, Flucht oder sich totstellen. Doch welche Gefahr soll denn von einer Hausarbeit oder dem Fertigstellen eines Projektes ausgehen?
Auch wenn das im ersten Moment nicht offensichtlich ist, liegen hier ganz wesentliche Ängste zugrunde. Angst vor Ablehnung, Angst vor Kritik, Angst davor zu versagen, Angst nicht gut genug zu sein. Klingt erst einmal banal, doch diese Ängste sind tief in uns verankert. Und wenn wir einen Blick in die Vergangenheit werfen, wird auch schnell klar warum:

Ein Ausschluss aus einer Gruppe hieß für unsere Vorfahren in der Steinzeit den sicheren Tod. Zwar droht uns heutzutage keine ernstzunehmende Gefahr, wenn wir abgelehnt werden, doch die Art und Weise, wie unser Gehirn funktioniert ist noch genau dieselbe, wie vor tausend Jahren. Die Amygdala sieht also in all diesen kleinen Aufgaben tatsächlich eine Gefahr für unser Leben und versucht uns davor zu beschützen, indem sie uns Ablenkungen aussetzt.

Tatsächlich werden wir für dieses Verhalten auch noch belohnt. Wir fühlen uns erleichtert und kurzfristig zufrieden. Vielleicht kennst du das. Du entscheidest dich nicht zum Sport zu gehen und im ersten Moment fühlst du dich erleichtert. Du entscheidest dich für die Tüte Chips, statt dem gesunden Salat und die Chips schmecken einfach verdammt gut. Natürlich trifft das nicht nur auf solche kleinen Dinge zu. Wenn du dich zum Beispiel selbstständig machen willst, aber das immer wieder aufschiebst, musst du dich deinen Ängsten nie stellen. Du musst kein Risiko aufnehmen, du kannst in deiner Komfortzone bleiben und weiter davon Träumen, wie schön es wäre, eines Tages selbstständig zu sein.

Das Problem: Dieses erleichterte Gefühl hält nur sehr kurz und wird sehr schnell von all den negativen Gefühlen wie Stress, Selbstverurteilung, Angst und Selbstzweifel abgelöst. Um damit fertig zu werden prokrastinieren wir weiter. Paradox, doch für viele leider Realität.

Wie kannst du Prokrastination besiegen?

Um den Teufelskreis zu durchbrechen, gibt es nur eine Möglichkeit – Sich regelmäßig seinen Ängsten stellen. Dadurch trainieren wir sozusagen die Amygdala darauf, geringere Bedrohungen zu ignorieren. Selbstvertrauen baut sich auf und verdrängt die Prokrastination in die Bedeutungslosigkeit.

Natürlich weiß ich, dass es nicht immer leicht ist, seinen Ängsten ins Angesicht zu blicken. Deshalb bekommen die Teilnehmer der Mental Strength Challenge auch einen persönlichen Coach mit an die Hand. Dieser Coach hilft dir dabei deine Blockaden und Ängste zu entdecken und löst sie mit dir gemeinsam auf. In den letzten Jahren konnten wir mit der Mental Strength Challenge schon hunderte Menschen dabei unterstützen, endlich in die Umsetzung zu kommen.

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