Reich unter 29: Erfolgreiche Geschäftsmodelle von Menschen in ihren Zwanzigern (zum Nachmachen)

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Hattest du schon mal eine Geschäftsidee, die du unbedingt umsetzen wolltest? Die ersten Zweifel kommen meistens schnell. Habe ich genug Geld? Ist meine Idee gut genug? Vielleicht tappst du auch noch im Dunkeln und suchst noch nach einer passenden Idee für dich. Es ist nicht leicht, ein Business zu gründen.

Stell dir vor, du würdest ein Unternehmen gründen, während du zur Schule oder Uni gehst. Die ständigen Zweifel und Ängste in der Lebensphase, Freunde und Prüfungen unter einen Hut zu bekommen, ist schon Herausforderung genug. Und dann noch ein überlebensfähiges Unternehmen gründen, entwickeln und führen? Immer wieder höre ich von Teenagern und jungen Erwachsenen, die genau das geschafft haben.

In diesem Artikel schauen wir uns die Geschäftsmodelle und die Prinzipien an, die diese erfolgreichen Unternehmer genutzt haben und wie du sie nutzen kannst, um dir ebenfalls ein erfolgreiches Business aufzubauen.

Tobias Lütke ist der Gründer von Shopify. Die Firma ist mehr wert als BMW, Daimler und Lufthansa zusammen.

Der Gebürtige Koblenzer war in der Schule nicht der Beste. Anstatt zu lernen, verbringt er seine Zeit lieber mit Programmieren. Nach seinem Realschulabschluss beginnt er eine Ausbildung zum Fachinformatiker, die er aber abbricht.

Das ist eine Eigenschaft, die viele junge Unternehmer haben. Sie brauchen keinen Lehrer, der sagt, was zu tun ist. Sie sind mutig, entschlossen und wegweisend genug, um ihren eigenen Weg zu gehen.

Mit 22 Jahren zieht Lütke zu seiner Freundin nach Kanada. Er hat weder einen Job noch Geld. Aus Not gründet er den Snowboard-Laden “Snowdevil”. Er möchte seine Snowboards auch online verkaufen. Mit den Programmen ist er aber nicht zufrieden und entwickelt seine eigene Software. Die Geburtsstunde von Shopify.

Als sich keine Sponsoren finden, unterstützt ihn sein Schwiegervater. Lütke entwickelt die Software weiter und kreiert einen Baukasten für Online-Shops. Bezahlung, Versand, Buchführung – alles im Baukasten enthalten. Ganz „ohne HTML-Kenntnisse” – ist das Ziel der Software. Über 600.000 Shops sind mithilfe der Software entstanden. 2015 ging das Unternehmen an die Börse und ist rund 13 Milliarden Euro wert.

Der gebürtige Koblenzer hat Shopify nicht gegründet, um viel Geld zu verdienen. Er wollte eine Lösung für ein Problem entwickeln. Sein Ziel ist es, anderen Unternehmen zu helfen, einen Online-Shop zu eröffnen. Aus seiner Leidenschaft, dem Programmieren, entstand Shopify.

Aus Leidenschaft entstand auch das erfolgreichste Sport-Startup Deutschlands – Freeletics. Mit der App ist es möglich, überall und zu jederzeit, ohne Hilfsmittel zu trainieren. Drei junge Studenten haben die Lösung für ein Problem entwickelt: eine Sport-App, die an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst ist. Sie wollen aus ihren Kunden bessere Menschen machen.

Im Juni 2013 gründen sie Freeletics – als klassisches, eigenfinanziertes Start-up. Mittlerweile trainieren über 30 Millionen Menschen weltweit mit der App. 2016 lag der Umsatz bereits bei 20 Millionen Euro.

Das Unternehmen ruht sich nicht auf dem Erfolg aus. Neben der ursprünglichen App gibt es noch eine Fitnessstudio-Version, eine Variante zum Laufen, eine App für Ernährung, einen Shop und einen Blog. Das Team entwickelt das Unternehmen immer weiter und schaut, welche Bereiche sie noch verbessern können.

Zu einem der erfolgreichsten deutschen Start-ups gehört auch Blinkist. Ihre Leidenschaft fürs Lesen brachte die Studenten 2012 dazu, die Wissens-App zu gründen. Sie wollen der gestressten Generation in wenigen Minuten neues Wissen vermitteln. Am Anfang steht es schlecht um die App. Durchhaltevermögen und harte Arbeit zahlen sich allerdings aus. Mittlerweile ist die App international bekannt und hat über 13 Millionen Nutzer.

Um sich zu finanzieren, haben sie ihre gesamten Ersparnisse in die App gesteckt und sind ein großes Risiko eingegangen. Obwohl die App 2013 kurz vor der Insolvenz steht, machen sie weiter. Sie sind überzeugt, dass sich die harte Arbeit auszahlt. Nach langer Zeit schaffen sie es, einen neuen Sponsor zu finden. Das Durchhaltevermögen lohnt sich. Heute arbeiten 160 Mitarbeiter für die ehemaligen Studenten.

Etwas weniger bekannt ist der heute 31-jährige Fraser Doherty aus Schottland. Bereits im Alter von 8 Jahren backt Fraser Kuchen und verkauft ihn in der Schule.

Eine weitere Eigenschaft von vielen erfolgreichen jungen Unternehmern: Die meisten denken schon von klein auf wie ein Geschäftsmann. Das heißt nicht, dass du im Erwachsenenalter schon zu spät dran bist. Es zahlt sich jedoch aus, so früh wie möglich zu beginnen.

Zurück zu Fraser. Als er 14 ist, benutzt er das Rezept seiner Oma und stellt selbst gemachte Marmelade her. Seine Marmelade ist so beliebt, dass daraus eine eigene Marke wird – SuperJam. Er beschließt die Schule abzubrechen und sich ganz auf sein Geschäft zu konzentrieren. Bis zu diesem Zeitpunkt verkauft Fraser nur Marmelade und Säfte. Allerdings wird die Nachfrage immer größer. Um nicht mehr bei seinen Eltern in der Küche zu kochen, mietet er eine Fabrik.

Drei Jahre später schließt er einen Vertrag mit dem Supermarkt Waitrose ab. Mittlerweile steht seine Marmelade in vielen unterschiedlichen Supermärkten, unter anderem Tesco. 2008, als Fraser 19 ist, hat er bereits über 1,2 Millionen $ Umsatz gemacht und arbeitet mittlerweile auch als Motivationsredner.

Frasers Oma wusste nie, dass ihr Marmeladen-Rezept so viel wert ist. Hier kommt es auf die richtige Denkweise an: Du musst wie ein Geschäftsmann denken, wenn du einmal einer sein willst. Fraser hat dieses Konzept früh verstanden und es erfolgreich genutzt.

All diese Gründer haben eins gemeinsam: Sie wollen ein Problem lösen und beschäftigen sich mit Dingen, die sie lieben. Sie nutzen die neuen Möglichkeiten, die ihnen das Internet bietet und lösen Probleme der heutigen Zeit. Die jungen Unternehmer versuchen die Welt effizienter und besser zu machen.

Sie alle lassen sich nicht von Fehlern abschrecken und haben keine Angst zu scheitern. Davor solltest du auch keine Angst haben – denn aus Fehlern kannst du viel lernen. Die wenigsten Entrepreneure haben ein großes Startkapital oder den perfekten Plan. Anstatt sich Sorgen zu machen, was passieren könnte, machen sie es einfach.

Wenn du das nächste Mal vor einem Problem stehst, sieh es als Möglichkeit. Gibt es bereits ein Programm oder Produkt, um das Problem zu lösen? Nein? Perfekt! Überleg dir, mit welchem Produkt oder mit welcher Technik du das Problem lösen kannst.

Mit Sicherheit hattest du schon einmal eine Million-Dollar-Idee. Um diese Idee zu verwirklichen, brauchst du allerdings eine Menge Willenskraft, Engagement und Geschäftssinn.

Bis bald

Deniz

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