Macht Dopamin glücklich? Das Geheimnis dahinter ist lebensverändernd!

Macht Dopamin glücklich

Ich höre immer wieder, dass Leute sich wünschen, einfach nur glücklich zu werden. Aber hast du dich mal gefragt, wie du „Glück“ oder „Glücklichsein“ für dich definierst? Wenn dir ein Freund erzählt, dass er total glücklich ist, heißt das nicht, dass du in seiner Situation ebenfalls Glück empfinden würdest.

„Glück“ ist also ein sehr dehnbarer Begriff und wird von jedem einzelnen mit bestimmten Wünschen in Verbindung gesetzt. Ein ganz gewaltiger Unterschied liegt in der Beständigkeit von Glück. In diesem Artikel werde ich dir erklären, warum es Glück von kurzer Dauer und langfristiges Glück gibt und wie es überhaupt entsteht. Diese Erkenntnis wird auf jeden Fall dein Leben verändern und das kann dich kurz auch schon mal glücklich machen

Bevor wir anfangen: Diesen Artikel gibt es auch als Video. Du findest es unten auf der Seite.

Macht Dopamin glücklich?

Der Begriff des Glücks wurde schon in jeder Zeit und Kultur unter die Lupe genommen und versucht zu definieren. Für die Philosophen aus der Antike war die Bedeutung des Begriffs eine ganz andere als für die Glücksforschung unserer modernen Zeit. Und ganz unromantisch wird es dann, wenn man den blumigen Begriff des „Glücks“ chemisch betrachtet. Aber genau das will ich mit dir teilen, damit du das Geheimnis des Glücks in der Tiefe logisch nachvollziehen kannst.

Vereinfacht gesagt, entsteht das Gefühl von Glück, wenn das Hormon Dopamin im Gehirn ausgeschüttet wird. James Olds, Psychologe an der University of Michigan führte in den 1950er Jahren Versuche mit Ratten durch und fand heraus, dass Dopamin produziert wird, wenn das Gehirn einen Vorhersagefehler macht. Olds hatte damit das Lustzentrum im Gehirn entdeckt. Was bedeutet dieser Vorhersagefehler? Es bedeutet, dass etwas besser ist als erwartet. Dopamin ist also nicht, wie häufig falsch angenommen, das Lustmolekül, sondern das Molekül der Erwartung.

Frischverliebte gelten immer als besonders glücklich. Und auch das hat die Wissenschaft bewiesen: Hier ist ein Chemie-Cocktail am Werk.

Stell dir vor, du gehst in deine Lieblingskneipe. Du warst schon hunderte Male dort. Und plötzlich sitzt da eine Person am Tisch, die dich im wahrsten Sinne des Wortes vom Barhocker haut. Boom! Ein Funke fliegt zum nächsten und so weiter – ich will jetzt hier keine Romanze runterbeten. Und was ist hier passiert? Genau: Du hast nicht damit gerechnet. Du, in deiner altbekannten Kneipe mit deinen Leuten und dann passiert etwas, was du nicht auf dem Schirm hattest. Das Gehirn sendet einen Vorhersagefehler und schüttet Dopamin aus. Dadurch fühlst du dich euphorisch und glücklich. Aber auch nur für eine gewisse Zeit.

Dieser Dopaminrausch ist nämlich vergänglich. Und ähnlich wie bei Süchten, braucht dein Gehirn bald mehr Dopamin, um das Gefühl von Glück und Euphorie zu erzeugen. Jetzt kannst du aber nicht jeden Tag wieder eine Person zufällig in der Kneipe treffen. Und jetzt kommt es auf die Art und Qualität an, die du dir unter Glücklichsein vorstellst. Wir bleiben mal bei genau der Situation in der Kneipe. Wir spielen die Situation jetzt für drei verschiedene Personen mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen von Glück durch. Und wenn wir es chemisch betrachten wollen, sagen wir, die drei Personen haben ein unterschiedliches Bedürfnis nach Dopaminschüben.

Du wirst gleich verstehen, was damit gemeint ist.

Macht Dopamin glücklich? Das sind jetzt drei Versionen von Glück

Adrian, der getriebene Jäger

Adrian lernt Marie in der Kneipe kennen. Der Funke springt angestiftet durch das Dopamin über und Adrian ist Feuer und Flamme. Die beiden fangen an, sich regelmäßig zu treffen und Adrians Gefühl des Glücks geht immer weiter verloren. Letztendlich denkt er sich, dass Marie doch nicht die Richtige ist.

Auf der Suche nach dem vermeintlichen Glück, fängt er an immer wieder die Situation in der Kneipe mit anderen Frauen erleben zu wollen. Es kommen Sarah aus dem Fitnessstudio, Jana aus dem Bekanntenkreis und weitere Frauen hinzu. Immer, wenn Adrian eine neue Bekanntschaft knüpft, die ihn in freudige Erwartung an das große Los des Glücks versetzt, bekommt er einen Dopaminschub und fühlt sich euphorisch und glücklich.

Aber das Spiel geht immer so weiter, das Glück ist immer wieder auf’s Neue nicht von Dauer.

Valentin, der erwartungsvolle Romantische

Valentin lernt Lena in der Kneipe kennen und genau wie bei Adrian springt der Funke über und auch er fängt an sich mit Lena zu treffen. Lena zeigt sich jedoch unnahbar und lässt Valentin zappeln. Valentins Freunde raten ihm: „Lauf ihr nicht hinterher! Mach dich selbst rar!“

Aber Valentin kann nicht anders, er ist wie besessen von der Erwartung, dass das große Glück eintritt, wenn er endlich mit Lena zusammenkommt. Und tatsächlich gesteht die erst so unnahbare Lena Valentin ein paar Monate später, dass sie ihn jetzt will. Und dann passiert das, womit Valentin nicht gerechnet hat. Das so ersehnte und erwartete Glück beim Erreichen seines Zieles, Lena für sich zu gewinnen, tritt nicht ein. Auf einmal fühlt er sich leer. Er wollte sie doch so sehr, aber anscheinend mag er sie doch nicht so sehr, wie er dachte.

Das ersehnte Glück bleibt aus.

Luca, der im Hier-und-jetzt lebende Realist

Okay, das gleiche Spiel nochmal wie bei den beiden anderen. Luca lernt Tessa in der Kneipe kennen, Funke springt über, du kennst die Geschichte. Aber ab dem Kennenlernen läuft im Gegensatz zu den beiden anderen Dudes hier etwas anders ab. Luca lässt sich Zeit. Der Funke für Tessa ist da, aber er schaut sich an, wie er sich im Hier-und-jetzt mit ihr fühlt.

Er trifft sich regelmäßig mit Tessa und merkt, dass er sie wirklich mag. Irgendwann kommen die beiden zusammen und auch wenn sich ihre leidenschaftliche Liebe nach 1,5 Jahren zu einer eher kameradschaftlichen Liebe ändert, bleiben sie zusammen. Luca fühlt sich im Hier-und-jetzt glücklich und geborgen.

Warum Dopamin nicht glücklich macht

Fassen wir nochmal kurz zusammen: Bei Adrian und Valentin ist das Glück von kurzer Dauer. Nur bei Luca stellt sich ein Zustand von langfristigem Glücklichsein ein.

Kommen wir zur chemischen Auflösung

Dopamin ist ein Hormon, was auf die Zukunft ausgerichtet ist. Du hast vorhin schon gelernt, dass es durch einen Vorhersagefehler, also etwas, was besser als erwartet ist, ausgeschüttet wird. Dopamin bringt uns dazu, uns unsere Zukunft rosig auszumalen und uns nach etwas zu sehnen. Im Fall von Adrian und Luca ist es das ersehnte Glück mit einer Frau in der Zukunft.

Das Fatale daran ist aber, dass Dopamin vereinfacht gesagt, nur die Vorfreude auf eine bessere Zukunft ist. Dopamin hat nichts mit Bedürfnisbefriedigung im Hier-und-jetzt zu tun. Es gibt also, wie das Beispiel von Valentin ganz deutlich zeigt, einen Unterschied zwischen „wollen“ und „mögen“.

Die Geschichten der drei Männer sind jetzt auf Liebe ausgerichtet, aber du kannst das Prinzip auf alle anderen Bereiche übertragen. Adrian hätte sich auch, anstatt sich mit immer mehr Frauen zu treffen, immer wieder neue Klamotten kaufen können und Valentin hätte auf ein Auto sparen können. Bei jedem neuen Kleidungsstück von Adrian oder bei Valentins Autokauf wäre dann das Dopamin jedoch verschwunden. Denn das Ziel wäre im Hier-und-jetzt ja erreicht, es läge nicht mehr in der Zukunft. Es gäbe keine Vorfreude mehr. Das Glück wäre verpufft.

Falls du dir jetzt denkst: Das ist ja alles schön und gut, aber wie sprechen ich Frauen an bzw worauf legen Frauen überhaupt Wert bei Männern? Keine Sorge! Darüber habe ich auch einen Artikel geschrieben. Du kannst ihn hier lesen: Nie wieder schüchtern! Frauen ansprechen leicht gemacht

Kommen wir zu Lucas Geschichte vom Glück. Der große Unterschied zu den beiden anderen Männern, liegt in der Geschichte darin, dass Luca im Hier-und-jetzt, also in der Gegenwart lebt und nicht auf das Glück wartet. Er gründet sein Glück nicht auf einen erwarteten Zustand in der Zukunft. Das heißt, sein Bedürfnis nach Glück ist nicht durch Dopamin gesteuert. Klar, auch bei ihm hat das Dopamin dazu beigetragen, dass seine Geschichte mit Tessa überhaupt einen Anfang durch den berüchtigten Funken genommen hat.

Und Dopamin spielt auch in leidenschaftlichen Liebesbeziehungen für ein bis 1,5 Jahre eine Rolle, aber eben nicht ausschließlich. Lucas Beziehung hielt aber auch danach weiter und entwickelte sich zu einer kameradschaftlichen Liebe. Das heißt nicht, dass Tessa und er dann wie Bruder und Schwester waren oder nur Freunde.

Die kameradschaftliche Liebe basiert auf Hormonen, die im Hier-und-jetzt ausgeschüttet werden. Diese Hormone bewirken befriedigende und friedliche Sinneseindrücke und Gefühle. Im Gegensatz zum Dopamin, was uns Glück durch Vorfreude auf die Zukunft vorgaukelt, verschaffen uns die Hier-und-jetzt-Hormone das Gefühl von Glücklichsein durch echte Sinneseindrücke in der Gegenwart.

Fazit zu Dopamin: Das Glückshormon macht dich nicht glücklich

Du musst dich also entscheiden, ob du kurzfristiges Glück für dich als aufregende Achterbahnfahrt voller Euphorie durch einen Dopaminschub erleben willst oder ob du beständiges Glück im Hier-und-jetzt erleben möchtest. Dann darfst du dich aber nicht auf Dopamin stützen. Das besonders Ernüchternde und auch Gefährliche daran ist auch: Dopamin will immer mehr. Es gibt kein Ankommen und kein „Genug“. Wenn du dich auf Dopamin für dein Glück verlässt, wirst du immer einer Illusion hinterherlaufen. Man könnte sogar sagen: Dopamin ist Betrug am wahren, echten Glücklichsein.

Der Philosoph und Schriftsteller, Henry David Thoreau hat es im 19. Jahrhundert ganz schön beschrieben. Aus dem Englischen übersetzt, sagte er: „Glück ist wie ein Schmetterling; je mehr du ihm nachjagst, desto mehr wird er dir entgehen, aber wenn du deine Aufmerksamkeit auf andere Dinge richtest, wird er kommen und sanft auf deiner Schulter sitzen.“

Damit haben wir dann doch noch ein wenig Romantik am Ende, wenn die chemische Enthüllung des Glücks zum Teil doch auch etwas desillusionierend wirkt.

Und noch eine kleine Aufheiterung für dich

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Ich drücke dir für dein persönliches Glück die Daumen!

Das war’s von mir,
deinem Deniz

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