TILL 2017-09-26T12:32:09+00:00

TILL

 

„Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.“ – Oscar Wilde

Die Geschichte von Till

 

 

Alles fing mit einer Bekanntschaft in der Uni an. Durch Kommilitonen lernte ich jemanden kennen, der sich mit Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetzt hatte. Wir sprachen viel über das Leben und das fast jeder von uns unter seinen Möglichkeiten lebt. Ich fand diese Ansichten sehr interessant. Ich wollte immer schon mehr, hatte immer eine Art verlangen in mir, konnte es jedoch nicht ausleben. Ich stand mir selber im Weg.

Ich hatte 20 Kg Übergewicht, meine Gesundheit lag am Boden und dem Alkohol war ich so gut wie nie abgeneigt. Ich war ein verwahrloster Mensch, der sich selber nicht respektieren konnte.

Ich habe nie gewusst, was ich wirklich für einen Beruf ausführen wollte. Eines war mir aber schon immer klar, ich möchte mehr von meinem Leben. Deswegen habe ich auch angefangen zu studieren. Mehr von meinem Leben zu wollen heißt, aus jedem Bereich das Maximum raus zu holen. Genau nach meiner persönlichen Vorstellung zu leben. Ein Leben, welches nur ich leben kann, weil es zu mir und meiner innersten Bestimmung passt. Wir werden in ein System gepresst und verfolgen die Meinung der Gesellschaft. Aber entspricht das wirklich unserer Bestimmung?

Ich wollte mein Leben selbst in die Hand nehmen

Partyleben

Ich habe angefangen zu lesen, mich mit mir selber auseinander zu setzen. Schnell wurde mir bewusst, ich muss einiges in meinem Leben ändern, wenn ich meine Träume verwirklichen möchte. Wenn ich ein Leben leben möchte, welches sich wirklich lohnt zu leben. Der Anfang war kein leichter, ich sog das Wissen zwar regelrecht ein, aber viel geändert habe ich dann doch nicht. Ich trank 1-2 mal die Woche, ernährte mich immer noch wie ein Mülleimer und hockte natürlich viele Stunden vor dem Fernseher oder der Playstation, um meine Schmerzen zu betäuben.

Irgendwann Mitte 2014 entschloss ich mich, mein Partyleben zu beenden. Ich hatte es endlich geschafft die Reißleine zu ziehen. Einer meiner wohl wichtigsten Schritte im Leben.

Der Höhepunkt war wohl, die gefühlt 3000 Nacht im Vollrausch. Ich hatte einfach kein Bock mehr. Kein Bock mehr immer das gleiche zu erleben. Meine Zeit und mein Geld zu verschwenden. Die Leute waren immer die gleichen. Alles war immer gleich. Ich musste diese Scheinwelt verlassen. Eine Welt voll mit Zombies, die Woche für Woche im Nachtleben ihr Glück suchten. Auch ich war einer dieser Zombies. Es ist einfach nur traurig, wenn ich an die Zeit zurück denke.

Der Alkohol lenkte mich dauernd von mir selber ab, er zog mich in eine depressive Spirale. Das war nicht das einzige Leid, welches mir der Alkohol verpasste. Meine Gesundheit war am Ende. Meine Energie war aufgebracht. Dementsprechend ließ ich mich und mein Leben geben. Würde ich heute meine damaliges Ich treffen, ich würde ihn als verwahrlost bezeichnen. Ich würde ihm keine Beachtung schenken. Wie soll man jemanden respektieren, der sich selber nicht respektiert?

Der Startschuss

Ich begann mein Leben radikal zu ändern, ich nahm 20 Kg ab, habe angefangen mich gesund zu ernähren, trank keinen Alkohol mehr und wusste nun wieder wo ich hin wollte. Ein ganz neuer Weg tat sich mir auf. Meine Entschlossenheit war so groß wie nie zu vor. Ich stieg wieder zurück aufs Pferd. Mein Leben hatte endlich eine Richtung. Die Motivation hatte mich gepackt. Ich wollte das Leben an den Hörnern nehmen und was daraus machen. Ab dem Zeitpunkt wollte ich gewinnen!

Ich wollte die volle Verantwortung für mein Leben tragen. Alles so gestalten, wie ich mir das immer gewünscht und verdient hatte.

Ich komme meiner eigenen Bestimmung jeden Tag ein Stück näher. Jeden Tag eröffnen sich mir neue Möglichkeiten, meine volle Persönlichkeit zu entfalten und ein Leben zu führen welches wirklich zu mir passt.

„Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt“ – Albert Schweizer

Wo uns das Leben am Ende hinführt, das können wir alle nicht bestimmen. Was wir aber bestimmen können, ist die Richtung in die wir gehen wollen. Ich bin noch lange nicht am Ziel. Es wird immer weiter gehen. Es gibt auf dieser Welt noch sehr viel zu entdecken.

„Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.“  – Jiddu Krishnamurti

Etliche Dinge standen mir im Weg. Menschen, mein damaliger Lebensstil und natürlich ich selber. Da nun meine Wertschätzung für mich und mein Leben enorm gestiegen ist, will ich nur noch die richtigen Menschen und Umstände in meinem Leben haben. Natürlich kann ich nicht immer alles kontrollieren, doch ich weiß nun, was zu tun ist, um richtig zu handeln.

Triff die richtige Entscheidung, bleib am Ball und erklimme die Spitze des Berges. Kämpfe, für das Leben, das du dir wünscht!

Dein Till

ICH WILL AUCH MEINE EIGENE GESCHICHTE SCHREIBEN!