STRESS – DIE WAHRHEIT: Liegst du dein ganzes Leben schon FALSCH? (Artikel/Video/Podcast#22)

Der Feind namens Stress

Stehst du manchmal morgens auf und kannst einfach nicht mehr? Jeder will etwas von dir, der Stress nimmt einfach überhand. Am liebsten würdest du schreien „FUCK IT!“ und alles hinwerfen? Dann leidest du sicher unter Stress. Stress wird als etwas sehr negatives betrachtet beziehungsweise empfinden wir diesen als negativ. Doch der heutige Beitrag wird die WAHRHEIT über STRESS enthüllen!

(Der Beitrag ist als Podcast, Artikel und Video online. Die Podcastfolge enthält zusätzliche Anekdoten und Erzählungen, reinhören lohnt sich! Scrolle für das Video bitte ans Ende des Beitrages.)

Wie denkst du über Stress?

Ich wurde durch den TedTalk von Kelly McConigal inspiriert, eine Psychologen, die ein Buch zum Thema Stress geschrieben hat und möchte dir einige ihrer Aussagen hier wiedergeben. Lass uns nun über das Thema Stress sprechen. In den USA gab es eine Studie mit 30.000 Teilnehmern. In dieser Studie wurden Menschen gefragt, wie viel Stress sie im letzten Jahr hatten. Zudem gab es noch eine kleine, aber wichtige Frage: Und zwar wurden diese Menschen desweiteren gefragt, ob sie glaubten, ob Stress schlecht für sie sei.

Kommen wir zu einigen Ergebnissen: 43% dieser Menschen hatten ein erhöhtes Risiko an Folgen des Stresses zu sterben, beispielsweise durch Herzinfarkt. Doch, und jetzt kommt der Hammer, dass war nur wahr für die Menschen, die glaubten, Stress wäre schlecht für sie.

Denn die Personen, die glaubten, dass Stress für sie etwas gutes sei, etwas motivierendes und etwas positives, hatten mit Abstand das geringste Risiko durch Folgen von Stress zu sterben. Das Risiko ging gegen 0, es war signifikant nicht messbar!

Ich betone noch einmal: Der einzige Unterschied zwischen beiden Gruppen war die Interpretation von Stress. Die eine Gruppe glaubte daran, dass Stress schlecht für sie sei und so war es dann auch, die andere nahm Stress als etwas Gutes wahr. Krass, oder?

Wie du Stress positiv sehen lernst

Was wäre, wenn du die Stresssignale deines Körpers ab heute als Motivation nutzt? Wenn du sie dahingehend interpretierst, dass dein Körper sich auf eine größere Aufgabe bereit macht? Stelle dir vor, dass das schwitzen deinem Körper dient, auf Betriebstemperatur zu kommen. Das Herzklopfen und vieles weiteres dich auf für die anstehende Aufgabe bereitmacht. Klingt verrückt? Genau das wurde den Teilnehmern einer Harvardstudie beigebracht.

Die Studienteilnehmer waren dazu angehalten, sämtliche Äußerungen von Stress als etwas positives wahrzunehmen. Jetzt kommt der nächste Kracher: Diese Gruppe nahm nach einiger Zeit Stress als Hilfe wahr. Sie waren selbstbewusster, viel weniger negativ gestresst und hatten wesentlich weniger soziale Ängste. Doch nicht nur ihre mentale Reaktion änderte sich, sogar ihre körperliche Stressreaktion änderte sich!

In einer durchschnittlichen Stressreaktion geht dein Herzschlag in die Höhe und deine Adern ziehen sich zusammen. Es wird mehr Blut durch engere Gefäße gespült. Du kennst den Effekt sicher, wenn du vor einer wichtigen Prüfung stehst. Der Unterschied war nun, dass die Studienteilnehmer, die Stress als etwas positives wahrnahmen, eine andere Reaktion in ihrem Körper aufzeigten. So ging der Herzschlag ebenfalls in die Höhe, doch die Gefäße blieben gleich. Das heißt, sie verengten sich nicht. Das bedeutet, es wird wesentlich mehr Blut durch deinen Körper gespült und dies macht dich leistungsfähiger. Dieser Zustand gleicht dem menschlichen Körper, wenn er mutig ist.

Sprich, wenn du Stress lernst als etwas positives wahrzunehmen, begibst du dich jedes Mal in einen Zustand des Mutes. Du wirst nicht mehr Opfer deiner Stressreaktion, sondern nutzt Stress als eine Art Treibstoff, um deine Ziele zu erreichen.

Ich betone noch einmal: Einzig und allein der Glaube daran, ob Stress gut oder schlecht für dich ist, ändert deine körperliche sowie mentale Reaktion auf Stress. Ich finde dies absolut faszinierend und kann sämtliche Erkenntnisse aus diesem TedTalk nur bestätigen. Doch ich habe eine weitere Studie für dich, die dir ein für alle mal alle Zweifel austreiben wird.

Eine weitere Studie über Stress

Die Dame, die den TedTalk hält, hat ebenfalls ein Buch über selbiges Thema geschrieben . In diesem Buch beschreibt sie eine Studie, die zwei verschiedene Studiengruppen betreute. Beiden Gruppen wurde ein Film über Stress gezeigt und daraufhin hatten sie ein Bewerbungsgespräch. Der einzige Unterschied war der Inhalt dieser Filme. Gruppe 1 bekam einen Film zu sehen, indem wissenschaftlich nachgewiesen, die Nachteile von Stress und die negativen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit dargestellt wurden. Gruppe 2 bekam einen Film zu sehen, indem wissenschaftlich nachgewiesen, deutlich gemacht wurde, wie positiv Stress unsere Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Guess what: Die Reaktionen innerhalb des Bewerbungsgespräches fielen vollkommen unterschiedlich aus. Gruppe 2 war wesentlich souveräner, ruhiger und fiel allgemein positiver auf. Zudem, und wieder wird’s erstaunlich, zeigten Teilnehmer aus Gruppe 2, also die den positiven Film sahen, eine gänzlich veränderte chemische Reaktion in ihrem Körper.

So schüttete die Gruppe vermehrt Dehydroepiandrosteron, kurz: DHEA, ein körpereigenes Steroid aus, welches uns gegen Stress abhärtet, positiv auf Cortisol wirkt, die Wundheilung beschleunigt und unser Immunsystem stärker werden lässt. Kurze Studie zu DHEA: Soldaten, die ein Überlebenstraining machten, wurden daraufhin auf ihr DHEA Level getestet. Diejenigen, die mehr DHEA ausschütteten waren fokussierter, weniger abgelenkt und wesentlich stärker im Lösen von Problemen.

Letzten Endes sagt Kelly McConigal, dass Stress uns schlauer, stärker und wesentlich erfolgreicher machen kann. Und wenn du dir sämtliche Studien anschaust, die in diesem Video dargestellt wurden, dann bestätigt dies ihre Aussage.

Ich finde es erstaunlich, wie viel Einfluss deine Interpretation der Umstände auf die Reaktion deines Körpers hat. Doch jetzt fragst du dich sicherlich, wie du lernst, Stress als etwas positives zu interpretieren. Ich für meinen Teil, kann dir drei Varianten geben, die dir helfen, deine Interpretation von Stress zu ändern:

Wege deine Interpretation von Stress zu ändern

Fühle in deinen Körper

Eine sehr banale, aber sehr wirksame Methode, die ich unglaublich oft verwende ist Folgende: Sobald du Stressreaktionen wahrnimmst, halte eine Minute inne. Atme tief in deinen Bauch hinein und fühle ganz genau, wo du den Stress wahrnimmst. Pocht dein Herz? Schwitzen deine Hände? Zittern deine Knie? Nimm all diese Reaktionen wahr und mache dir bewusst, dass dein Körper sich gerade auf eine Herausforderung bereit macht. Je öfter du dies machst, desto besser wirst du im Umgang mit Stress. Generell kann dir das Thema Meditation helfen deine Körpereigenen Reaktionen besser wahrzunehmen.

Schreibe auf

Schreibe dir auf welche Reaktionen du zeigst, wenn du Stress spürst. Nun frage dich, ob es möglicherweise sein kann, dass dein Körper dich auf eine Herausforderung vorbereitet. Kann es sein, dass er vermehrt Blut durch deinen Körper schickt, damit du schneller rennen, besser denken und viel mehr kannst? Stelle deine alten Ansichten in Frage und zerstöre sie!

Konsumiere unterstützende Informationen

Ein adäquates Mittel zur Manifestierung positiver Interpretationen ist das Konsumieren von nachgewiesenen Informationen, oder Informationen von Personen, zu denen du aufsiehst. So hören deine Eltern sehr wahrscheinlich eher auf ihren Arzt, als auf dich, wenn es um ihre Gesundheit geht. Denn sie sind von der Kompetenz des Arztes überzeugt und stellen seine Ansichten nicht in Frage.

Ich rate dir: Höre das Hörbuch von Kelly McConigal an. Dadurch, dass sie sämtliche Informationen mit Studien belegt, fällt es uns leichter ihr zu glauben und deine Interpretation von Stress ändert sich ganz automatisch. Je öfter du eine Sache hörst, desto eher glaubst du sie. Nutze dies und höre dir ihr Hörbuch an.

Klicke hier um zum Hörbuch zu gelangen (nur auf englisch)*

Das war’s von mir zum Thema Stress. Mit einem ganz einfachen Wechsel deiner Perspektive kannst du dein komplettes Leben umkrempeln. Anstatt demnächst zitternd vor einer Frau zu stehen, mit weichen Knien ins Bewerbungsgespräch zu gehen oder während irgendeiner Prüfung einen Blackout zu bekommen, bist du souverän und selbstsicher.

In diesem Sinne: Ist Stress dein Freund oder Feind? Wenn dir der Beitrag gefallen hat, würde ich mich freuen wenn du ihn teilst und somit mehr Menschen ihn zu lesen bekommen. Danke!

Dein Deniz

 

 

 

 

 

2017-11-19T10:38:03+00:00

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