Im ersten Teil meiner Artikelreihe zum Thema Minimalismus, habe ich Dir ans Herz gelegt, einmal das Verständnis zu entwickeln, dass Deine Wohnung viel zu voll gepackt ist. Weitergehend habe ich Dir ein paar Vorteile aufgezeigt, die Du hast, wenn Du auf eine minimalistische Lebensweise umsteigst. Im zweiten Teil möchte ich noch einmal etwas tiefer in die Materie gehen.

Was ist Minimalismus?

Natürlich gibt es für Minimalismus allgemeine Definitionen, die man zu Rate ziehen kann, wenn einem für diesen Begriff keine eigene Definition einfällt. Ich finde aber, jeder sollte diesen Begriff für sich definieren und sich nicht auf eine allgemeine Definition stützen. Ich habe z.B. gelesen, man darf nicht mehr als 15 Dinge besitzen, wenn man ein echter Minimalist sein will. Das funktioniert vielleicht für einzelne, aber ich denke nicht für alle.

Meine Definition von Minimalismus ist, nur das nötigste zu besitzen. Also nur Dinge, die bei mir jede Woche zum Einsatz kommen. Auch gehört für mich dazu, dass ich in Zukunft nicht mehr unüberlegt konsumiere und mir ständig Dinge zulege, die meinem Lebensglück nur im Weg stehen. Dinge die mich unzufrieden machen. Dinge die kein Mensch braucht. Ich kaufe nur noch Dinge, die mich meinen Zielen näher bringen.

Bei Dir kann es natürlich anders sein und Du sagst Dir, dass es bei Dir Dinge sind, die Du mindestens einmal im Monat benutzt. Es kommt vor allem auf Deine Lebensumstände an. Daher rate ich Dir, falls Dich das Thema anspricht, Dir eigene Gedanken darüber zu machen.

Definiere Minimalismmus für Dich selber.

Warum Minimalismus?

Minimalismus verschafft Dir ein gutes Gefühl. Du wirst es merken, wenn Du die Räume deiner Wohnung betrittst und alles gut sortiert daliegt. Minimalismus sorgt für weniger Chaos in deiner Umgebung. Wenn Du im Außen minimalistisch lebst, wird sich das in deinem Kopf wieder spiegeln. Für jeden Gegenstand, den Du besitzt musst Du Verantwortung tragen. Du musst schauen, dass er nicht verloren geht oder das er immer den best möglichen Platz bekommt. Mit mehr Verantwortung, steigt auch immer mehr die Last auf deinen Schultern. Wenn Du Dich dazu entscheidest minimalistisch zu leben, kannst Du deine Verantwortung für wichtigere Dinge einsetzen. Du kannst mehr Verantwortung für deine Freunde, Beziehungen, Ernährung oder Deinen Job übernehmen. Viele Dinge zu besitzen kann Dir auf Dauer sehr viel Zeit und Energie rauben, durch eine minimalistische Lebensweise schaffst Du es, Dir einen besseren Überblick über die wichtigeren Dinge im Leben zu erschaffen. Du wirst Dich nicht mehr stundenlang mit aufräumen beschäftigen müssen. Alles hat seinen Platz. Du musst nicht ständig einen neuen Suchen. Du wirst keinen unaufgeräumten Keller oder Kleiderschrank mehr im Kopf haben. Das alles lässt Dich sehr viel entspannter Leben.

Was Minimalismus mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat?

Mit Minimalismus kannst Du mehr Zeit und Raum für Dich schaffen. Du kannst ein tieferes Bewusstsein erzeugen, weil Du Dich nicht mehr an Gegenstände klammern musst. Die geschaffene Zeit und der geschaffene Raum geben Dir die Möglichkeit, Dich mit Wichtigem zu befassen. Du kannst sie für Dich nutzen, an deinen Zielen arbeiten. Dadurch das Du nun Ordnung, Klarheit und Übersicht geschaffen hast wird es Dir leichter fallen deinen Fokus auf Dein Leben zu richten, als auf materielle Gegenstände. Nutzt Du Zeit und Raum für Dich, Deine Ziele, Deine Träume und Deine Wünsche wird es einen positiven Effekt auf Dich haben. Du wirst mehr Lebensfreude verspüren.

-> Minimalismus gibt Dir die Möglichkeit, durch erschaffen von Raum und Zeit, Dich mit den wichtigen Dingen zu beschäftigen.

Wie ist dein Verständis von Minimalismus? Schreib uns doch in die Kommentare, was Du darüber denkst.

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Till

„Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.“ – Jiddu Krishnamurti

1 Gedanke zu „Minimalismus – Der tiefere Sinn dahinter! Teil 2“

https://magdalenamarston.wordpress.com/ · 28. März 2017 um 20:18

Hallo Till,

vielen Dank für Deine Gedanken zum Thema Minimalismus. Bereits vor einem Jahr habe ich angefangen, meine Wohnung sowie den Keller auszumisten und mich von Dingen zu trennen, die ich nicht (mehr) brauche. Und es ist tatsächlich so: Mit jedem Stück, das geht, fühle ich mich freier. Es ist noch ein langer Weg, bis wirklich nur noch relevante Dinge übrig bleiben, da ich mir nur Stück für Stück trennen kann. Aber es wird…

Ein besonderes Erfolgserlebnis hatte ich beim Ausmisten einer Buchreihe, die ich vor sage und schreibe 20 Jahren (!) mal mit Leidenschaft gelesen und gesammelt habe. Und tatsächlich hat diese Buchreihe mich bei mehreren Umzügen begleitet und ich hatte mir immer mal vorgenommen, die Bücher nochmal zu lesen. Da es aber immer wieder neue spannende Werke zu lesen gab, bin ich am Ende doch nicht dazu gekommen. Und statt dass ich mich gefreut hätte, die Bücher meiner Jugend nochmal zu lesen, wurde der Gedanke daran irgendwann zu einer lästigen Pflichtübung und die Buchreihe zu einem Mahnmal im Regal.
Es ist mir nach all den Jahren sehr schwer gefallen, den Gedanken zu akzeptieren, dass ich diese Bücher nie mehr lesen werde und mich davon zu trennen. Und selbst heute noch denke ich manchmal daran. Aber letztendlich ist mit dem Verkauf der Bücher auch irgendwie ein großer Ballast aus meinem Regal verschwunden. Und das macht mir Mut, weiteren Ballast in meiner Wohnung los zu werden und so nicht nur meine Wohnung, sondern auch meine Gedanken zu entrümpeln und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es auch schaffst!

Liebe Grüße
Magdalena

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